Feierlicher Abschluss des Jubiläumsjahres

03

In Freude und Dankbarkeit über ein Jubiläumsjahr, das in seiner Fülle an glanzvollen Ereignissen und Veranstaltungen kaum zu übertreffen war, hatten sich viele Schwestern und Gäste am 2. Sonntag der Weihnachtszeit im Mutterhaus Maria Stern eingefunden, um mit dem Dank an Gott und in einem Rückblick den Abschluss dieses ereignisreichen Jahres zu feiern.

04

04

04

040109_7_a

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger zelebrierte zusammen mit P. Siegbert, Prälat Maginot und Pfr. Fink den Festgottesdienst. In seiner Predigt griff Weihbischof Losinger den Text des Tagesevangeliums auf: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut.“ Er meinte, es gäbe kaum eine bessere Überschrift über das Festjahr von Maria Stern als dieses Wort.
In drei Schritten entwickelte er seine Gedanken, wie sich die Herrlichkeit Gottes manifestiere. Existentielle Bedeutung habe für Maria Stern das Wort Berufung, die Antwort des Menschen auf den liebenden Anruf Gottes. Wie sehr dies heute eine Herausforderung für einen riskanten Lebensweg sei, zeige die Tatsache, dass es für junge Menschen immer schwerer werde, sich für den Weg im Priester- oder Ordensstand zu entscheiden, da Familie und Gesellschaft diesen Lebensweg nicht mehr unterstützen, ja ablehnen.
Als zweiten wichtigen Gesichtspunkt sah der Prediger den Dienst der Schwestern in der Sorge für kranke Menschen. Nicht nur ein theoretisches Christentum, sondern seine soziale Komponente zeige überzeugend gelebtes Christentum.
„Es gibt kaum etwas Wesentlichere als die Bildung junger Menschen“ fuhr er fort und verwies damit auf die langjährige Tätigkeit der Schwestern in den Schulen, die den jungen Menschen Werte vermittelten und Maßstäbe für ihr Leben mitgaben.
Zuletzt wünschte er den Schwestern „ein gutes Händchen, Mut, Kraft und Zuversicht, um im Licht des Herrn sichtbar zu machen: Wir haben seine Herrlichkeit gesehen.“

04

04

Nach einem Sektempfang traf man sich im Kapitelsaal, wo Generaloberin Sr. M. Theophila Kilgenstein noch einmal kurz auf die Hauptereignisse des vergangenen Festjahrs hinwies, vor allem aber die vielen Dienste und Verdienste aller für das Gelingen des Jubiläumsjahres Verantwortlichen in einem herzlichen Dank würdigte. Mit einer Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse aus der Geschichte und den Begegnungen und Reflexionen dieses Jahres gab sie einen ermutigenden Ausblick für die Zukunft der Gemeinschaft von Maria Stern. Sie schloss mit den Worten "Wir schauen mit Mut und neuer Hoffnung in die Zukunft, weil wir wissen: Gott hat viel Volk auch in dieser Stadt."

Am Nachmittag zeigte eine von Sr. M. Beda Rauch kommentierte Power-Point-Präsentation die Höhepunkte des Jahres, wodurch neu bewusst wurde, wie viel Kräfte im Jubiläumsjahr mobilisiert und wie viele Menschen in Bewegung gebracht wurden und vor allem, wie die Schwestern in Deutschland, Brasilien und Mosambik zu feiern verstanden.

04

„Der Vorhang ist gefallen, aber das Stück vom Stern geht weiter“ meinte der Ordensreferent Prälat Dr. Bertram Meier in der feierlichen Vesper und ermunterte mit einem „Dekalog des Neuanfangs“ zu einem Neubeginn, indem er u. a. forderte:
Ihr sollt neu anfangen bei Christus. – Ihr sollt echt sein. - Ihr sollt einander verzeihen. – Ihr sollt auf die Winke des Heiligen Geistes achten. – Ihr sollt leben.

Mit folgendem Gebet fasste Prälat Meier Dank und Bitte der Gemeinschaft von Maria Stern zusammen:

Jesus Christus, du Stern auf unserem Weg,
mit den Generationen vieler Jahrhunderte
grüßen wir dich und danken dir,
dass du unsere Gemeinschaft 750 Jahre lang
geführt und geleitet hast.
Du bist in unser Leben getreten,
um durch dein Evangelium Licht zu bringen.
Du setzt dich täglich uns aus,
um uns und allen, die in dieser Kirche einkehren,
einen Lichtblick deiner Gegenwart zu geben.
Du lässt uns in Treue weitergehen,
dich ständig im Blick und den Menschen nahe, die uns brauchen.
Leuchte in den Herzen junger Frauen auf,
ziehe sie an dich und führe sie unserer Gemeinschaft zu.
Diese Sorge bedrückt viele Herzen in Maria Stern.
Wir vertrauen sie besonders der Muttergottes an,
die auch unsere Mutter und Begleiterin ist.
Jesus Christus, Stern des Lebens,
wir wollen dein Augenstern sein. Amen.