Professjubiläen

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Ein leichter Schatten fiel in diesem von Corona geprägten Jahr auch auf die Ordensjubiläen am Herz-Mariä-Fest im Kloster Maria Stern. Wenn man wie Sr. M. Illuminata auf 70 Ordensjahre zurückblicken kann, Sr. M. Immolata, Sr. M. Cäcilia und Sr. M. Majella 65 Jahre ihres Lebens im Orden verbracht haben und Sr. M. Simone und Sr. M. Adelgundis ihr Goldenes Jubiläum feiern können, dann hätten sie sicher gerne zahlreiche Gäste eingeladen, um mit ihnen die Freude über ihre langen Jahre im Dienste des Herrn in Maria Stern zu teilen. So mussten die Jubilarinnen mit einer etwas reduzierten Feier vorliebnehmen.

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Doch der feierliche Gottesdienst in der Sternkirche, diesmal zwar ohne Chorgesang, aber mit festlichem Orgelklang und Instrumentalmusik für Querflöte und Orgel, entschädigte für Vieles und machte das Wesentliche bewusst: die Freude über die Berufung und den Dank an den Herrn, der die Jubilarinnen in seine Nachfolge gerufen hatte.

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In seiner Predigt wies der Zelebrant Pfarrer Hubert Reichardt, ein Neffe von Sr. M. Immolata, auf die Schnelllebigkeit und das Verlangen nach ständig Neuem in unserer Zeit hin und meinte, dass Ordensjubiläen in einer solchen Geisteshaltung wie aus der Zeit gefallen wirken. Für die Welt sei es schwer verständlich, wenn Schwestern sagen können: „Das ist das Beste, was mir passieren konnte, ich durfte Gott finden und Gott hat mich gefunden.“ Im Orden auf Karriere und Erfolg zu verzichten und in Treue den Weg zu gehen, den die evangelischen Räte vorgeben, sei nur möglich, weil Gott uns gegenüber unfassbar treu ist und „uns aushält in unseren Eigenwilligkeiten, Egoismen und Schrulligkeiten.“ Das heutige Jubiläum sei ein Grund zum Staunen und Danken, dass die Schwestern „froh im Herrn und froh in der Gemeinschaft der Mitschwestern ihren Weg der Nachfolge gehen dürfen und sagen können: Wie gut, dass mich der Herr auf diesen Weg gerufen hat.“

Mit der brennenden Professkerze in Händen erneuerten die Jubilarinnen das Versprechen, das sie vor Jahren bei ihrer Erstprofess abgelegt hatten.

Die Feier endete mit einem festlichen Essen, das vom „Stern-Quartett“ mit dem „4. Anti-Corona-Konzert“ musikalisch umrahmt wurde. - Drei dieser Konzerte hatten zur allgemeinen Stimmungs-aufhellung schon in den Wochen vorher stattgefunden!